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Unternehmensberater Dubai: Leitfaden für Deutsche Gründer

Unternehmensberater in Dubai Worauf Deutsche Gründer Achten Sollten
Unternehmensberater in Dubai Worauf Deutsche Gründer Achten Sollten

Unternehmensberater in Dubai: Worauf deutsche Gründer achten sollten

Die Idee ist da, die Lust auf Neues auch, doch die richtige Unterstützung für die Unternehmensgründung in Dubai zu finden, ist oft eine ganz andere Herausforderung. Insbesondere für deutsche Gründer, die mit einem anderen Rechtssystem, anderen kulturellen Gepflogenheiten und einer völlig neuen Geschäftsumgebung konfrontiert werden.

Ein erfahrener Unternehmensberater kann dabei der entscheidende Erfolgsfaktor sein. Aber nur, wenn er wirklich die richtige Person für Ihre Situation ist. Wir haben in den letzten Jahren mit Hunderten deutscher Gründer zusammengearbeitet und dabei gelernt, was funktioniert und was nicht.

In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen genau, worauf Sie bei der Auswahl eines Unternehmensberaters in Dubai achten sollten, welche Leistungen tatsächlich einen Unterschied machen und wie Sie die häufigsten Anfängerfehler vermeiden.

Warum überhaupt ein Unternehmensberater in Dubai?

Lassen Sie mich ehrlich sein: Nein, Sie brauchen nicht automatisch einen Unternehmensberater, um in Dubai ein Unternehmen erfolgreich zu gründen. Ich habe selbst deutsche Gründer gesehen, die die Sache alleine durchgezogen haben.

Aber die Realität sieht bei den meisten anders aus. Die erfolgreichen deutschen Gründer, die ich kenne, hatten zumindest in der Anfangsphase professionelle Unterstützung. Und es gibt dafür sehr gute Gründe.

Zeitersparnis ist nicht zu unterschätzen

Ein guter Berater kennt den Prozess aus dem Effeff. Was Sie in Wochen recherchieren würden, kann in wenigen Tagen umgesetzt werden. Das ist nicht übertrieben.

Ich habe deutsche Gründer erlebt, die ohne Unterstützung drei Monate nach der ersten Frage immer noch nicht wussten, ob sie in der Freezone oder auf dem Mainland gründen sollten. Mit dem richtigen Berater wäre das in einer Woche geklärt gewesen.

Kostenoptimierung durch richtige Strukturentscheidungen

Ein falscher Schritt bei der Wahl der Unternehmensform oder der Freezone kann tausende Euro an unnötigen Steuern oder Gebühren kosten. Ich habe eine deutsche Modeboutique gesehen, die sich für die falsche Lizenzklasse angemeldet hat. Das Resultat: zwei Monate Verzögerung und 5.000 Euro zusätzliche Kosten, um es zu korrigieren.

Ein guter Berater amortisiert sich oft allein durch die erste korrekte Entscheidung.

Rechtssicherheit in einem anderen System

Die VAE haben ein komplett anderes Rechtssystem als Deutschland. Dokumente müssen korrekt eingereicht werden, Verträge müssen bestimmte Klauseln enthalten. Fehler können nicht nur zu finanziellen Problemen führen, sondern auch zu Visa-Problemen oder zu ernsthaften Geschäftsstörungen.

Ich kenne einen Fall, in dem ein Gründer die Arbeit eines Unternehmensberaters selbst übernehmen wollte, um Kosten zu sparen. Er vergaß bei der Registrierung eine wichtige Unterlage. Das führte zu Problemen bei der Kontoöffnung und verzögerte den Start um drei Monate. Die eingesparten Gebühren waren schnell wieder weg.

Netzwerk und etablierte Kontakte

Gute Berater verfügen über etablierte Kontakte zu Banken, Behörden und Free-Zone-Administrationsstellen. Das spart erhebliche Zeit bei Genehmigungen. Wenn Ihr Berater gerade noch einen anderen Kunden durch ein bestimmtes Freezone-Verfahren geführt hat, weiß er genau, welche Unterlagen der Behörde noch fehlen und wie es schneller geht.

Das ist praktisches Wissen, das Sie selbst nicht schnell zusammenbekommen.

Kulturelle Brückenbauer zu verstehen

Sie kennen nicht nur die Regeln, sondern auch die Art, wie in Dubai Geschäfte ablaufen. Das ist für deutsche Gründer, die es gewohnt sind, alles schriftlich zu haben und klar definierte Prozesse zu befolgen, oft eine große Hilfe.

Dubai funktioniert anders als München. Beziehungen sind wichtiger. Informelle Gespräche führen zu schnelleren Lösungen. Ein guter Berater übersetzt diese Unterschiede für Sie, ohne dass Sie dabei mit dem Kopf dagegen stoßen.

Unternehmensberater vs. Steuerberater: Der wichtigste Unterschied

Ein häufiger Fehler: Gründer behandeln Unternehmensberater und Steuerberater als dasselbe. Das ist ein teuer erkaufter Irrtum.

Ein Unternehmensberater kümmert sich primär um die Gründung Ihres Unternehmens:

  • Registrierung der Firma
  • Auswahl der optimalen Unternehmensform (Freezone vs. Mainland)
  • Lizenzierung und Behördengänge
  • Strukturierung des Geschäfts
  • Anfängliche Geschäftsplanung und Vorbereitungen für den Start

Ein Steuerberater hingegen übernimmt die laufende Compliance:

  • Steuererklärungen und Kontenerklärungen
  • Buchhaltung und Bilanzierung
  • VAT-Registrierung und monatliche/vierteljährliche Abrechnungen
  • Steueroptimierung im laufenden Betrieb
  • Schnittstelle zu deutschen Behörden (wenn relevant)

Die gute Nachricht: Viele seriöse Beratungsunternehmen in Dubai bieten beide Leistungen an. Sie könnten also einen einzigen Partner für die Gründung und die darauffolgende Unterstützung haben. Das macht das Leben leichter und schafft Kontinuität, weil der Berater bereits versteht, wie Sie denken und arbeiten.

Lesen Sie hier mehr über die Freezone, Mainland- und Offshore-Firmengründung in Dubai sowie darüber, welche Struktur zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

Die 7 kritischen Kriterien für die Beraterauswahl

1. Spezifische Erfahrung mit deutschen Gründern

Das klingt offensichtlich, ist es aber nicht. Es gibt einen großen Unterschied:

Ein Berater mit indischen Kunden stellt völlig andere Anforderungen als einer mit deutschen Kunden. Ein Berater mit amerikanischen oder britischen Kunden hat ein anderes Verständnis von Vertragsklarheit und Dokumentation. Ein Berater mit deutschen Kunden hingegen kennt die spezifischen Anforderungen deutscher Gründer.

Deutsche Gründer haben oft:

  • Einen Hang zu detaillierter Dokumentation und rechtlicher Klarheit
  • Fragen zur Besteuerung von Einkommen in Deutschland (wenn Sie noch eine Steuernummer dort haben)
  • Sorgen um Melderegister und ob Ihre Abmeldung die richtige ist
  • Ein sehr strukturiertes Denken (was manchmal in Dubai aneckt)
  • Den Wunsch, alles schwarz auf weiß zu haben

Ein guter Berater mit Deutschkenntnissen versteht diese Mentalität und kann konstruktiv damit umgehen. Ein Berater ohne diese Erfahrung wird diese Punkte nicht proaktiv ansprechen.

Wie Sie das überprüfen: Fragen Sie direkt, wie viele deutsche Gründer der Berater in den letzten 12 Monaten unterstützt hat. Wenn die Antwort unter 5 liegt, ist das ein Warnsignal.

2. Transparente Gebührenstruktur

Das ist nicht optional. Versteckte Kosten sind eine der größten Frustrationen, die ich von deutschen Gründern höre.

Ein guter Berater sagt Ihnen:

  • Basisgebühr für die Gründung (z.B. 3.500 bis 5.500 Euro)
  • Was genau in dieser Gebühr enthalten ist
  • Welche zusätzlichen Kosten entstehen können und unter welchen Bedingungen
  • Wie die monatliche/jährliche Unterstützung danach strukturiert ist

Ein schlechter Berater sagt:

  • “Es kostet ungefähr 3.000 Euro” (vage)
  • Erwähnt versteckte Kosten erst beim Onboarding
  • Hat unterschiedliche Preise für unterschiedliche Kunden (ohne klare Begründung)
  • Erklärt nicht, was Zusatzkosten wie “Dokumentbeschaffung” oder “Kurierservice” enthalten

Lassen Sie sich immer ein schriftliches Angebot mit einer Aufschlüsselung der Gebühren geben, bevor Sie unterschreiben.

3. Proaktive Problemvermeidung

Der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Berater ist oft nicht die Gründung selbst (die machen viele richtig), sondern die Probleme, die sie vorher erkennen und vermeiden.

Ein guter Berater sagt nicht einfach: “Ja, wir gründen Sie in der Freezone.” Ein guter Berater sagt:

  • “Basierend auf Ihrem Geschäftsmodell würde ich die Freezone X empfehlen, nicht die Y, weil…”
  • “In Ihrer Branche sollten Sie besonderen Wert auf Versicherungen legen, weil…”
  • “Das Banking wird kompliziert, wenn Sie das so machen. Lassen Sie mich mit der Bank sprechen, bevor wir weitermachen…”

Das ist der Unterschied zwischen reaktiv und proaktiv. Ein reaktiver Berater wartet auf Probleme. Ein Proaktiver schaut um die Ecke.

4. Nachweisbare Ergebnisse und Referenzen

Fragen Sie nach Referenzen. Und nicht nur allgemeine “Ja, wir haben zufriedene Kunden”, sondern konkrete Namen und Kontaktdaten deutscher Gründer, die Sie anrufen können.

Ein guter Berater wird mehrere Referenzen haben, die Sie anrufen können. Wenn ein Berater keine Referenzen nennen kann oder sagt: “Das dürfen wir nicht”, sollte das ein Warnsignal sein.

Wenn Sie anrufen, fragen Sie:

  • “War der Prozess so schnell wie versprochen?”
  • “Gab es versteckte Kosten?”
  • “Würde der Berater Sie wieder engagieren?”
  • “Was hätte der Berater besser machen können?”

Die Antwort auf die letzte Frage ist oft am wertvollsten.

5. Erreichbarkeit und persönlicher Kontakt

Ein Berater in einer großen Agentur mit 50 Angestellten, bei der Sie immer einen anderen Mitarbeiter erreichen, wenn Sie anrufen, ist nicht dasselbe wie ein Berater, der Sie persönlich kennt.

Das bedeutet nicht, dass der Berater täglich persönlich mit Ihnen sprechen muss. Aber es sollte eine klare Eskalationsroute geben, falls Sie eine wichtige Frage haben.

Klären Sie ab:

  • Ist der Berater, mit dem Sie sprechen, derselbe, der Sie danach betreut?
  • Wie lange darf es dauern, bis Sie eine Antwort erhalten? (Ideal: 24 bis 48 Stunden)
  • Können Sie den Berater erreichen, wenn es ein Problem gibt?

6. Verständnis für Ihre spezifische Branche

Ein Berater, der gleichermaßen gut mit E-Commerce-Startups, Consulting-Firmen wie auch Import-Export-Unternehmen umgehen kann, hat möglicherweise zu viele Kunden und keine Spezialisten.

Wenn Sie eine Digital-Marketing-Agentur gründen, sollte Ihr Berater verständigungsfähig über:

  • Anforderungen der Behörde für Digital-Services
  • Besonderheiten bei der Bankkontoöffnung für Serviceunternehmen
  • Typische Lizenzklassen und warum manche besser passen als andere

Fragen Sie nach Referenzen in Ihrer Branche. Wenn der Berater noch nie jemanden in Ihrer Branche gegründet hat, müssen Sie das nicht sofort ablehnen, sollten Sie es jedoch wissen.

7. Ethische Standards und Geschäftspraktiken

Das ist subtil, aber wichtig. Ein guter Berater wird Sie nicht zu etwas drängen, das ihm Geld bringt, Ihnen aber nicht sinnvoll ist.

Warnsignale für schlechte Ethik:

  • Der Berater empfiehlt sofort Dinge, die Sie nicht brauchen (z.B. Gold-Visa, wenn Sie keine brauchen)
  • Der Berater hat versteckte Beziehungen zu Dritten (z.B. verdient an Bank-Vermittlungen)
  • Der Berater garantiert Ergebnisse (z.B. “Ihre Firma wird zu 100 % genehmigt”). Niemand kann das garantieren.
  • Der Berater ist gegenüber Regulatoren nicht transparent

Häufige Fehler, die deutsche Gründer machen (und wie Sie sie vermeiden)

Fehler 1: Zu lange ohne professionelle Hilfe recherchieren

Deutsche Gründer sind oft sehr gründlich. Das ist gut. Aber manchmal wird es zur Lähmung.

Ich habe einen Gründer erlebt, der drei Monate recherchiert hat, bevor er einen Berater engagiert hat. Er wollte “alles selbst verstehen”. Das Resultat: Er hatte viel gelesen, aber vieles missverstanden und musste der Berater am Ende überall korrigieren.

Die Zeit, die er sparte, war illusorisch. Die Zeit, die er verschwendete, war real.

Meine Empfehlung: Recherchieren Sie selbst über zwei bis drei Wochen, um die Grundlagen zu verstehen. Dann engagieren Sie einen Berater. Das optimale Verhältnis zwischen Eigenarbeit und Unterstützung.

Fehler 2: Den günstigsten Berater wählen

Ja, bei den Gebühren kann man Geld sparen. Aber nicht auf die richtige Art.

Ich sehe oft: Gründer wählen den Berater mit der niedrigsten Gebühr, landen dann bei jemandem ohne Erfahrung, bekommen schlechte Beratung, Verzögerungen entstehen, versteckte Kosten tauchen auf, und am Ende haben sie mehr bezahlt und weniger bekommen.

Günstigkeit ist nicht dasselbe wie Wert.

Die richtige Frage ist nicht “Wer kostet am wenigsten?” sondern “Wer gibt mir den besten Gegenwert für mein Geld?”

Fehler 3: Keine schriftliche Vereinbarung

“Ein Handshake reicht doch” funktioniert in Dubai nicht. Nicht für Geschäfte zwischen Fremden.

Immer eine schriftliche Vereinbarung. Diese sollte enthalten:

  • Exakte Gebührenaufschlüsselung
  • Zeitrahmen für die Gründung
  • Wer macht was
  • Was passiert, wenn es länger dauert
  • Wie man die Zusammenarbeit beendet, falls nötig

Fehler 4: Keine klaren Erwartungen zur Kommunikation

Ein Gründer erwartet täglich Updates. Der Berater erwartet, dass der Gründer nur anruft, wenn es brennt. Das führt zu Spannungen.

Klären Sie von Anfang an:

  • Wie oft sprechen wir?
  • Wie erhalten Sie Updates?
  • Was ist ein “Notfall”, was nicht?
  • Wie lange darf es maximal dauern, bis Sie eine Antwort erhalten?

Fehler 5: Die Gründung ist nicht das Ende, sondern der Anfang

Viele Gründer sehen die Gründung als Abschluss. “Jetzt bin ich fertig, auf Wiedersehen.”

Das ist falsch. Die Gründung ist der Anfang. Danach brauchen Sie Unterstützung bei:

  • Bankkontoöffnung
  • Versicherungen
  • Steuererklärungen
  • Compliance
  • Geschäftserweiterungen

Planen Sie ein Budget für die laufende Unterstützung ein, nicht nur für die Gründung.

Fehler 6: Falsche Person engagiert? Zu lange hängen bleiben

Das passiert: Sie engagieren einen Berater, und nach zwei Wochen merken Sie, dass es nicht passt. Manche Gründer bleiben trotzdem dabei, “weil sie schon Geld bezahlt haben” oder “weil sie nicht von vorne anfangen wollen”.

Wenn es nicht funktioniert, trennen Sie sich frühzeitig. Ein schlechter Berater kostet Sie später viel mehr, als Sie jetzt sparen.

Fallbeispiel: Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Berater

Das Szenario

Marc, ein deutscher Grafikdesigner, wollte eine Digital-Marketing-Agentur in Dubai gründen. Er brauchte einen Berater. Er bekam zwei Angebote.

Angebot A: Ein Solo-Berater mit 15 Jahren Erfahrung in Dubai, spezialisiert auf Serviceunternehmen, Gebühr: 5.200 Euro, Dauer: 3 bis 4 Wochen.

Angebot B: Eine junge Agentur, preiswert für 2.800 Euro, verspricht 2 Wochen: “Wir machen das schnell.”

Marc nahm Angebot B. Günstiger, schneller. Was könnte schiefgehen?

Was dann passierte

Mit Berater B:

  • Der Berater war unerfahren mit digitalen Services und empfahl die falsche Lizenzklasse (Service Agency statt Digital Marketing)
  • Kein Hinweis auf die speziellen Anforderungen für digitale Services bei der Bankkontoöffnung
  • Keine Unterstützung beim Bankkonten-Setup, die Bank lehnte ab, weil die Lizenzanforderungen nicht klar waren
  • Versteckte Kosten für Kurierservices und Dokumentbeschaffung tauchen auf (1.500 Euro extra)
  • Statt zwei Wochen vergehen drei Wochen, weil der Berater nicht weiß, wie er mit der Bank kommuniziert

Resultat: 2 Wochen Verzögerung, zusätzliche Kosten von 1.500 Euro, großer Stress.

Was Berater A getan hätte

  • Korrekter Lizenztyp von Anfang an
  • Proaktive Hinweise auf Banking-Anforderungen
  • Direkte Koordination mit einer Bank, die Serviceunternehmen unterstützt
  • Klar kommunizierte Gebührenstruktur (5.200 Euro, aber alles inklusive)
  • Start nach genau 3,5 Wochen, ohne Überraschungen

Ja, Angebot A war 2.400 Euro teurer. Aber die vermeintliche Einsparung hätte sich in eine teure Lektion verwandelt.

Die wichtigsten Fragen, die Sie einem Berater stellen sollten

  1. “Wie viele deutsche Gründer haben Sie in den letzten 12 Monaten unterstützt?” Ziel: Branchenpraxis und Erfahrung messen
  2. “Was sind die 3 häufigsten Fehler, die ich bei der Gründung vermeiden sollte?” Ziel: Sehen, ob der Berater proaktiv wertvoll sein kann
  3. “Können Sie mir zwei bis drei Referenzen von deutschen Gründern geben, die ich anrufen kann?” Ziel: Echte Feedback-Quellen finden
  4. “Wie kommunizieren wir, wenn ich nach der Gründung Fragen habe?” Ziel: Klare Erwartungen für die Zusammenarbeit
  5. “Können Sie mir ein konkretes Beispiel geben, in dem Sie Ihrem Kunden Geld gespart oder ein Problem vermieden haben?” Ziel: Konkrete Beispiele für Mehrwert
  6. “Was passiert, wenn die Behörden eine Frage haben, die Sie nicht sofort beantworten können?” Ziel: Verständnis für Eskalationsprozess und Verantwortung
  7. “Wie strukturieren Sie die Gebühren für das Jahr 1 vs. die laufenden Jahre?” Ziel: Kostenplanung und Vermeidung von Überraschungen
  8. “Welche Bereiche können Sie NICHT unterstützen oder wo müsste ich andere Experten engagieren?” Ziel: Ehrlichkeit und realistische Erwartungen

Checkliste: So finden Sie den richtigen Berater

Bevor Sie unterschreiben:

  • ☐ Mindestens 5 Kandidaten recherchiert (Google, LinkedIn, Referenzen)
  • ☐ 3 bis 4 Gespräche durchgeführt (nicht nur eines)
  • ☐ Referenzen angerufen und befragt
  • ☐ Erfahrung mit deutschen Gründern bestätigt
  • ☐ Gebührenstruktur schriftlich vorliegen
  • ☐ Vertrag mit klar definierten Leistungen unterschrieben
  • ☐ Response-Zeit und Support-Prozess vereinbart
  • ☐ Erste Fragen vorbereitet (Branche, Freezone/Mainland, Bedenken)
  • ☐ Realistisches Budget für laufende Unterstützung geplant
  • ☐ Bauchgefühl und Vertrauen vorhanden (das ist auch wichtig!)

Zusammenfassung: Das sollten Sie mitnehmen

  1. Ein Unternehmensberater ist eine Investition, keine Kostenstelle. Mit dem richtigen Partner sparen Sie Zeit, Geld und Stress. Mit dem Falschen kosten Sie beides.
  2. Es gibt massive Qualitätsunterschiede. Der Günstigste ist nicht der Beste. Achten Sie auf Erfahrung, Referenzen und Transparenz.
  3. Deutsche Gründer haben spezifische Bedürfnisse. Wählen Sie einen Berater, der diese versteht und nicht einfach “jeden gründet gleich” sagt.
  4. Schreiben Sie alles auf. Klare Verträge, vereinbarte Leistungen und Gebühren sind nicht optional.
  5. Die Gründung ist der Anfang, nicht das Ende. Planen Sie ein Budget für die laufende Beratung ein.
  6. Vertrauen ist wichtig. Arbeiten Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen, der Sie versteht und der erreichbar ist.
  7. Frühe Fehler kosten später teuer. Wenn Sie eine oder zwei Wochen länger in die Beraterauswahl investieren, sparen Sie später Monate und Tausende Euro.

Der beste Unternehmensberater für Sie ist derjenige, der Ihre Ziele versteht, transparent kommuniziert, nachweisbare Ergebnisse liefert und Sie befähigt und nicht abhängig macht.

Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl. Es ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung Ihrer Firma in Dubai.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich einen lokalen Berater haben, oder kann ich einen aus Deutschland nutzen?
Ein lokaler Berater ist bevorzugt. Behördenprozesse, Banking-Anforderungen und lokale Gesetze ändern sich. Ein Berater aus Deutschland könnte Informationen veraltet haben oder nicht kennen, wie es heute läuft. Idealerweise arbeitet Ihr Berater von Dubai aus und ist mit dem lokalen System wirklich vertraut.
Wie lange dauert eine typische Gründung mit professioneller Unterstützung?
Mit einem guten Berater dauert eine Gründung in der Regel 3 bis 5 Wochen von der ersten Konsultation bis zur aktiven Lizenz. Die Varianz kommt von Behördenverzögerungen, nicht vom Berater. Ohne Unterstützung können es Monate sein, wenn Sie Fehler machen.
Kann ich einen Berater wechseln, wenn ich nicht zufrieden bin?
Ja, aber versuchen Sie zuerst, Bedenken offen zu kommunizieren. Wenn es nicht funktioniert, können Sie wechseln. Achten Sie aber darauf, dass die Dokumenten und Registrierungen korrekt übertragen werden. Das sollte Ihre Vereinbarung mit dem neuen Berater enthalten.
Benötige ich spezielle Versicherungen durch meinen Berater?
Das hängt von Ihrer Branche ab. Ein guter Berater wird Sie proaktiv darauf hinweisen. Berater brauchen Professional Indemnity Insurance. Einzelhandelsbetriebe brauchen oft Liability-Versicherungen. Ein guter Berater hat schon eine Checkliste dafür.
Wie oft sollte ich mich mit meinem Berater treffen?
In der Gründungsphase wöchentliche Touchpoints, danach monatlich oder nach Bedarf. Es sollte regelmäßige Check-Ins geben, nicht nur wenn etwas schiefgeht.
Was kostet ein guter Unternehmensberater in Dubai wirklich?
Für die Gründung einer GmbH-ähnlichen Struktur sollten Sie mit 3.500 bis 6.000 Euro rechnen. Freezone-Gründungen können günstiger sein (2.500 bis 4.500 Euro). Danach sind monatliche Gebühren üblich (500 bis 2.000 Euro je nach Umfang). Seien Sie misstrauisch gegenüber deutlich niedrigeren Angeboten.

Nächste Schritte

Wenn Sie bereit sind, einen Berater zu engagieren:

  1. Machen Sie eine Liste: Notieren Sie 5 bis 7 potenzielle Berater basierend auf Google, LinkedIn und persönlichen Referenzen
  2. Vereinbaren Sie Gespräche: Führen Sie unverbindliche 30-Minuten-Gespräche mit mindestens 3 Kandidaten
  3. Vergleichen Sie schriftliche Angebote: Lassen Sie sich detaillierte Gebührenaufschlüsselungen geben
  4. Sprechen Sie mit Referenzen: Rufen Sie angegebene Kunden an
  5. Treffen Sie eine Entscheidung: Wählen Sie basierend auf Erfahrung, Vertrauen und Gebühren (in dieser Reihenfolge)

Wenn Sie weitere Fragen zur Firmengründung in Dubai haben, lesen Sie unseren kompletten Leitfaden zur Firmengründung für Deutsche in Dubai oder informieren Sie sich über die VAT-Registrierung in Dubai.

Wenn Sie mehr über die Arten der Geschäftslizenz in Dubai erfahren möchten, haben wir auch dafür einen detaillierten Leitfaden.

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Bei Dubai Consultant unterstützen wir deutsche Gründer seit Jahren bei diesem Prozess. Wir wissen, worauf es ankommt, und wir sprechen Deutsch.

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